50 Jahre Diakonisches Werk Baden

- Dr. Wolfgang Schäuble, Mitglied des Aufsichtsrates des Diakonischen Werkes Baden während seines Grußwortes beim Festakt in der Badnerlandhalle
Diakonisches Werk Baden gestaltet "mustergültig" Land Baden-Württemberg mit
Schäuble, Fischer, Stockmeier, Mentrup mit mehr als 400 Gästen beim Festakt "50 Jahre Diakonisches Werk Baden"
Karlsruhe (19.11.2011. Mit mehr als 400 Gästen aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Diakonie beging das Diakonische Werk Baden sein 50jähriges Jubiläum in der Badnerlandhalle in Karlsruhe-Neureut. Das Diakonische Werk Baden habe in den 50 Jahren "mustergültig" das Land Baden-Württemberg mitgestaltet, bescheinigte Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, Aufsichtsratsmitglied des Diakonischen Werkes Baden dem evangelischen Wohlfahrtsverband. Diakonie sei für ihn das "gelebte soziale Verständnis einer freiheitlichen sozialen Ordnung". Der Staat brauche Kirchen und Religionsgemeinschaften, für "wertegebundenes Verhalten". Auch Staatssekretär Dr. Frank Mentrup hält die Diakonie Baden für einen "unverzichtbaren Partner des Landes Baden-Württemberg", der sich gemeinsam mit dem Land die Verantwortung für die soziale Gestaltung des Landes teile.
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer betonte, dass Kirche und Diakonie eng zusammen gehören. Mit Bezug auf die jüngste EKD-Synode in Magdeburg sagte Fischer: "Den Dritten Weg im Arbeitsrecht kann die Kirche mit ihrer Diakonie nur gemeinsam gehen und bestehen. Hier darf nichts auseinander dividiert werden." Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, Präsident des Diakonischen Werkes der EKD schließlich schlug den Bogen zur christlichen Verantwortung der Diakonie in der Welt. Stockmeier: "Von uns als Diakonie wird erwartet, dass wir mitten in der Welt Antworten geben und deutlich machen welche Folgen Gottes Barmherzigkeit und Güte hat; für Langzeitarbeitslose Menschen, Flüchtlinge, überschuldete Menschen. Diakonie muss sich darauf einlassen, dass sie gefordert ist, in Katastrophen sowohl zu beten also auch ganz praktisch in Notunterkünften eine Wasserversorgung sicher zu stellen." Um diesen Dienst am Nächsten leisten zu können, brauche die Diakonie intensive Kooperationsformen und klare Strategien, so Oberkirchenrat Urs Keller, seit Frühjahr neuer Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden.
Das Diakonische Werk Baden wurde 1961 zusammengeschlossen aus dem Landesverband für Innere Mission (Ursprung im 19.Jh.) und aus dem Hilfswerk der evangelischen Kirche in Baden (gegründet 1945). Im Landesverband hatten sich freie Initiativen und selbständige Einrichtungen zusammengeschlossen. Das Hilfswerk war als Hilfe der Kirchengemeinden zur Linderung der Nachkriegsnot gegründet worden - es repräsentierte die Gemeindediakonie. Der rechtliche Zusammenschluss zum landesweiten Dachverband ermöglichte erstmalig in Baden eine gemeinsame wohlfahrtsverbandliche Interessenvertretung aller zugehörigen Einrichtungen sowohl aus der Gemeindediakonie als auch der freien Träger. Heute gehören zum Diakonischen Werk Baden mehr als 3.000 Einrichtungen und Dienste mit 27.000 haupt- und ebenso vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden.
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50 Jahre Johannes-Calvin-Haus in Neckarau
Vom Mädchenheim zum Wohnhaus für Frauen und Männer mit Behinderung
Inmitten des Stadtteils Mannheim-Neckarau gelegen, ist das Johannes-Calvin-Haus nach dem großen Schweizer Reformator Johannes Calvin benannt. Im Jahre 1961 eingeweiht, diente es als Wohnheim für berufstätige junge Frauen. Nach einer baulichen Umgestaltung und Modernisierung 1986 ist die Einrichtung bis heute ein Wohnhaus für geistig und mehrfach behinderte Frauen und Männer. In vier Etagen stehen insgesamt 43 Wohnplätze zur Verfügung. Jeweils ein Ein- und ein Zweibettzimmer mit eigenem Sanitärbereich bilden eine Wohneinheit. In jedem Stock ist eine Teeküche und ein gemütliches Wohnzimmer eingerichtet. Im Erdgeschoss befinden sich ein großer Gemeinschaftsraum und die Verwaltung des Hauses. Räume mit Einrichtungen für die Freizeitgestaltung und für die Hauswirtschaft sind im Untergeschoss vorhanden. Bewohner/-innen mit sehr schweren Behinderungen können in den speziell ausgestatteten Räumen des Erdgeschosses betreut werden. Um den steigenden Bedarf an Wohnmöglichkeiten zu genügen wurden 1997 zwei zusätzliche Stockwerke mit 16 Wohnplätzen im Neubau des Tagesförderzentrums Neckarau eingerichtet.
Tagsüber arbeiten die Bewohner/-innen in der Regel in der Werkstatt für Behinderte in der Morchfeldstraße. Am Feierabend gehen sie einer Freizeitbeschäftigung nach, nehmen die häuslichen Freizeitangebote wahr, verabreden sich mit Freunden, besuchen Kurse der Volkshochschule, oder Aktivitäten Neckarauer Vereine, hören Musik oder treffen sich im Gartenkaffee des Katharina-Zell-Hauses. Auch private Dinge, wie Einkaufen, Briefe schreiben oder Arztbesuche müssen erledigt werden. 7 Bewohner befinden sich bereits im Ruhestand und werden tagsüber betreut und bei ihren Aktivitäten begleitet.
Die schwerer behinderten Mitbewohner/-innen sind sehr auf die Assistenz der im Hause angestellten Mitarbeiter/-innen angewiesen. Diese qualifizierten Mitarbeiter/-innen im Gruppendienst begleiten sie, damit sie in kleinen Schritten mehr Selbständigkeit und Eigenverantwortung erreichen und so ein Leben „so normal wie möglich" führen können. Sie geben ihnen partnerschaftliche Unterstützung und fachliche Hilfe und stärken somit ihre lebenspraktischen Fähigkeiten und fördern die Persönlichkeit eines jeden.
Bewohnerinnen und Bewohner nehmen teil am Leben der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden in Neckarau. Darüber hinaus besteht eine Vielzahl von Kontakten zur Neckarauer Bevölkerung, zu anderen Gemeindegruppen und Freundeskreisen.
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Jubiläumsfeier im Johannes-Calvin-Haus
Im Rahmen des alljährlichen Grillfestes fand das 50jährige Jubiläumsfest statt. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses freuten sich über die zahlreichen Gäste. Vorstand Thomas Diehl begrüßte den Vorsitzenden des Aufsichtsrates Jost D. Wenzel, die Angehörigen der Bewohner, darunter den Vertreter Wolfgang G. Müller, Marlene Scholz und Alois Wolf von der Mitarbeitervertretung, die Presse und Freunde des Hauses, darunter Mitarbeiter der Firma ABB. Die Jugendvertreter von Rotaract bedienten den Grill und servierten an einer Cocktailbar süffige, alkoholfreie Getränke. Das Froschkonzert der Bewohner trug zur fröhlichen Stimmung bei. Trotz des Regens war der Besuch von über 150 Gästen für Einrichtungsleiterin Gabriele Winkler das Zeichen für Zuwendung und Aufmerksamkeit gegenüber der Einrichtung. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Johannes-Calvin-Hauses haben ihren Platz inmitten der Gemeinde gefunden.
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10 Jahre Tagesförderzentrum Weinheim
Bilder vom Jubiläumsfest (Moderation Petra Kupferschmitt):

- in freudiger Erwartung

- volles Zelt - tolles Programm

- Grußworte: Reinhard Lipponer, Leiter der FuB

- Saxophon-Quartett: Musikschule Weinheim

- Grußworte: Herr Johe vom Angehörigenbeirat

- die Überraschung von der FuB III, r.i.B.: Leiter Josef Achstetter

- Rolli-Tanz der FuB I

- Modenschau der FuB V

- schickes Kleid

- Mittagstisch: Chefkoch Merkhoffer mit Beikoch

- Musik mit Kraus-Vierling und Sänger







